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Volcán de Pacaya

Mittelamerika ist das Land der Vulkane. Da muss man früher oder später auch mal einen Ausflug auf einen Vulkan unternehmen.

Wir haben uns den Volcán de Pacaya ausgesucht. Der Pacaya zählt zu den aktivsten Vulkanen, auch wenn aktuell eher der Volcán de Fuego aktiv mit Aschewolken um sich wirft. Das Gebiet rund um den Pacaya und der Vulkan selbst wurde mittlerweile zu einem Nationalpark erklärt. Und da wir beide eher nicht so auf geführte Touren stehen, haben wir uns selbst aufgemacht den Gipfel zu erklimmen.

Unten am Vulkan angekommen muss erst einmal Eintritt bezahlt werden 🙂 Und wir wurden von zahlreichen lokalen „Vulkanführern“, mit und ohne Pferdetaxi, empfangen, die versucht haben auf uns einzureden, dass es nicht möglich sei ohne Führung auf den Vulkan zu steigen. Das stimmt allerdings so nicht, man muss sich nur konsequent durch die Leute drängeln, freundlich die Führung ablehnen und schon kann man super allein los laufen.

pacaya04Mit gut 2500 Metern sind hier einige Höhenmeter zu erklimmen. Gerade am Anfang war das gar nicht so einfach. Der Weg nach oben ist super ausgeschildert und eigentlich nicht zu verfehlen. Es sind immer mal wieder einheimische Führer an uns vorbei gejoggt, meist mit Pferd und darauf ein Tourist im Schlepptau. Die hatten auf jeden Fall ein höheres Tempo drauf als wir, aber die machen das ja auch jeden Tag 🙂 Und Pferd ist schummeln 😉

Es ging durch Wald und Staub immer weiter nach oben. Zu unseren Füßen waren immer mehr und mehr Lavastücke zu sehen. Weiter oben werden die Bäume kleiner und der Wind heftiger. Nicht weit unter dem Gipfel hört die Vegetation dann auf einmal auf und wir sind durch staubige lose Asche- und Lavafelder gestapft. Bis wir dann auf einem Hügel standen, uns der Wind um die Ohren pfiff und wir auf eine Art Mondlandschaft blickten. Weiter oben der Gipfel, an diesem Tag leider in Wolken gehüllt. Erst einmal Pause machen, gut dass wir unsere Jacken mitgenommen hatten 🙂

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Von hier aus ging es dann durch die Mondlandschaft weiter. Überall Geröll, scharfe Kanten und Spalten aus denen warme Luft und ein Geruch wie aus dem Chemieunterricht strömt. Dazwischen gibt es ein paar ausgetretene Pfade. Bis auf den Gipfel an den Kraterrand kann man aktuell aus Sicherheitsgründen nicht klettern. Man kann jedoch das Lavageröllfeld an der Flanke des Vulkans auf den Pfaden durchqueren. Kurz nachdem wir uns aufgemacht hatten kamen dichte Wolken auf, so dass wir ab da keine Weitsicht mehr hatten. Das hat der ganzen Szenerie nochmal irgendwie etwas Surreales gegeben, sehr beeindruckend.

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Durch das Geröll sind wir etwas weiter nach unten dann auf das jüngste Lavafeld gestoßen. Hier kann man über ein paar gebuddelten Löchern Würstchen oder Marshmellows in der Vulkanwärme rösten. Wir hatten uns schon im Vorfeld mit Marshmellows ausgerüstet 🙂

Auf der anderen Seite des Feldes sind wir wieder einen Hügel hinauf geklettert. Um dann wieder von dieser Seite des Vulkans zum Pfad den wir empor gekommen sind zurück zu wandern. Auch wenn wir oben mitten in den Wolken standen und dadurch den Krater gar nicht zu sehen bekamen, ein wirklich schöner erster Vulkanausflug. Wir sind gerüstet für weitere 🙂

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