Tikal

Sind wir in Guatemala, dann schauen wir uns natürlich die Mayakultur an. Das geht in Guatemala am besten in Tikal, im Nordosten des Landes. Wir haben uns auf den Weg gemacht über die Berge in Cobán – die etwas längere, dafür aber auch interessantere Strecke. Eine Nacht haben wir mitten in den Bergen verbracht, zwei weitere im verregneten Cobán. Wo wir zufällig auf jemanden stießen, der uns supernett zu ein paar wirklich günstigen und guten Reparaturen am Auto verholfen hat die das Fahren angenehmer machen.

tikal45Tikal selbst liegt mitten in einem Nationalpark, umgeben von Dschungel. Wir haben uns zwei Nächte in einem der Hotels im Park gegönnt, um so viele Eindrücke wie möglich mitzunehmen.

Ein bisschen Geschichte: 1848 wurde Tikal entdeckt, 1955 für die Öffentlichkeit geöffnet und schließlich 1979 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Das Gelände erstreckt sich durch den Dschungel und lässt sich unserer Meinung nach gut in einem Tag erkunden. Ein Tuktuk wie zum Beispiel in Angkor Wat benötigt man jedenfalls nicht; es wird aber tatsächlich sogar ein kleiner Bus angeboten der vom Eingang zum größten Platz fährt…

Wir sind Spätnachmittags angekommen, so dass wir mit der Eintrittskarte auch direkt am nächsten Tag starten konnten. Abends sind wir noch kurz zur Gran Plaza gegangen, der größte und wichtigste Platz in Tikal an dem mehr als 1000 Jahre gebaut wurde. Auf dem Rückweg ist am Wegesrand auch direkt eine Gruppe Nasenbären aufgetaucht, das erste Mal 🙂

Am nächsten Morgen sind wir um kurz vor 5 aufgestanden, um den Sonnenaufgang von einem der Tempel aus zu beobachten. Am Eingang vom Park wollte man uns zunächst nicht rein lassen, da wir ohne die (teure) Gruppenführung kamen und der Park offiziell noch nicht geöffnet war (eigentlich waren wir ja schon im Park – verwirrend). Nach ein bisschen hin und her kamen wir dann aber doch hinein gekommen und im Halbdunkeln zum Tempel V gegangen. Begleitet vom Gebrüll der aufwachenden Brüllaffen. Oben auf dem Tempel saßen einige Leute, rundherum noch alles im Nebel. Der hat sich dann leider auch hartnäckig gehalten, so dass wir den Sonnenaufgang nicht bewundern konnten. Beeindruckend war es trotzdem, vor allem wegen der ganzen Tiergeräusche um einen herum. Gesehen haben wir allerdings nur ein paar neugierige Vögel und einen großen Tukan 🙂 Später am Tag war die Aussicht super.

Dann haben wir uns aufgemacht Tikal zu erkunden. Wie schon geschrieben, es lässt sich alles gut zu Fuß ablaufen. Die Tempel sind schon sehr beeindruckend, gerade wenn man bedenkt dass nur einige wenige hundert Jahre AD erbaut wurden. Uns haben sie teilweise an kleine Raumschiffe aus Stein erinnert, gerade weil sie sehr geometrisch gebaut sind 🙂

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Etwas abseits der großen Wege, die nur zu bestimmten Anlagen führen, konnten wir oft die Tempel ganz alleine erforschen und uns begegneten auch noch weitere Tiere. Familie Nasenbär ist uns dreimal oder viermal über den Weg gelaufen, einer spazierte auch vor unserem Zimmer herum. Daneben noch jede Menge Vögel, vor allem die kleinen aber lautstarken grünen Sittiche, Spider Monkeys, jede Menge Blattschneideameisen und die kleinen Pacas (die aussehen wie wilde Riesenmeerschweinchen) und wilde Truthähne.

Mit platten Füßen sind wir schließlich abends ins Bett gefallen. Es hat sich gelohnt 🙂

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